Pensionskassen: Senkung des Umwandlungssatzes gerechtfertigt?

Impressum: Interview mit Herbert Brändli (Details) – Artikel in stocks.ch, 21. Januar 2010. Link stocks.

Für den Vorsorgeexperten Herbert Brändli ist ein tieferer Umwandlungssatz - wie von der Versicherungswirtschaft gefordert - unnötig.

Herbert Brändli, Geschäftsführer des Vorsorgeberatungsunternehmens B+B, spricht Klartext: «Die Versicherungsfachleute und ihre politischen Exponenten nutzen für die Kampagne in Sachen Umwandlungssatz ungehemmt ihre Meisterschaft im Geschäft mit der Angst.» (Siehe hierzu auch frühere Artikel in stocks.ch unter der  Experten-Kolumne.)

Kleinere Kuchenstücke für ein längeres Leben würden den Anschein erwecken, dass mit der Langlebigkeit ein neues Risiko entstanden sei. Brändli: «Die Absicherung von lebenslangen Renten gehört hingegen zum ursprünglichen, bis anhin klaglos gelösten Geschäft der Pensionskassen. Der wahre Grund für ihre schwindende Leistungskraft sind Mitesser in Form von Fonds-Managern, Anlageberatern und Versicherungsgesellschaften. Sie erwirtschaften mit ihren Geschäftsmodellen Gewinne auf Kosten der Versicherten und zu Lasten der erwarteten Erträge.»

Seit es Pensionskassen gebe, nehme die Lebenserwartung pro Dekade um rund fünf Prozent zu. «Entsprechend wurden die Deckungskapitalien von angehenden und laufenden Renten immer vorsorglich finanziell verstärkt.»

Siehe Statement auf Stocks-TV 

Herbert Brändli ist Betriebswirtschafter und Eidg. dipl. Pensionsversicherungsexperte mit einem breit diversifizierten Auftragsportefeuille. Herbert Brändli ist Gründer und Leiter der B+B Vorsorge AG, welche sich zur Aufgabe gemacht hat, mehr Dynamik und Transparenz in die berufliche Vorsorge zu bringen und ihren Kunden eine fundierte Beratung sowie interessante Alternativen zu bieten. Zurück

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